Kija Report 2003:

Jugendgerechtes Corporate Design und Outfit für die kija

Um die Kommunikation mit unserer Hauptzielgruppe, also den Jugendlichen ab 12/13 Jahren, möglichst optimal zu gestalten, haben wir uns entschlossen, einen „Relaunch“ unseres Auftritts in der Öffentlichkeit durchzuführen. Das umfasst viele Details: Änderung des Designs von Logo, Werbematerial und Homepage, Gestaltung der kija-Fassade, Beschriftung der Büros u.v.a. Unser Ziel war die Schaffung einer einheitlichen Corporate Identity, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden war, und ein jugendgerechtes, aber auch professionelles Design, mit dem sich die kija identifizieren kann und das Jugendliche anspricht und die richtigen Botschaften vermittelt.
 
Auf die Wünsche der Jugendlichen kommt es an

Die kija salzburg beauftragte – in Zusammenarbeit mit anderen Kinder- und Jugendanwaltschaften - die Agentur “tfactory“ mit der professionellen Abwicklung dieses Projektes. Mit Hilfe eines “Mystery-Checks“ (Jugendliche testen uns, ohne dass wir wissen, dass wir getestet werden), einer Jugendbefragung, Kreativ-Workshops und Focus-Groups wurde von der Agentur in ständiger Zusammenarbeit mit Jugendlichen der Ist-Stand erhoben und auf den Wünschen und Anregungen der Jugendlichen aufbauend ein Konzept für die Neugestaltung des kija-Designs erarbeitet.

Im Juli 2001 präsentierte “tfactory“ dann die Ergebnisse, die bestätigten, dass ein Relaunch der kija sehr sinnvoll war und kein Bereich ausgespart werden sollte. Die Jugendbefragung hatte ergeben, dass die kija bei ihrer Zielgruppe zwar ein durchwegs positives Image bezüglich ihrer Angebote und Leistungen hat, dass der Auftritt der Kinder- und Jugendanwaltschaft in der Öffentlichkeit aber von der eigentlichen Zielgruppe als nicht passend empfunden wurde. Auch eine einheitliche Botschaft wurde vermisst. Generell wurde der Auftritt der Kinder- und Jugendanwaltschaft - sowohl was das Logo, die Werbemittel (diverse Flyer, Postkarten usw.) als auch die Gestaltung der Homepage betrifft - als „zu jung“ bzw. zu kindlich empfunden. Die Werbemittel der kija wurden von den Jugendlichen außerdem als nicht einheitlich bewertet, das Logo (ein lachendes Gesicht) trat sogar in verschiedener Form auf. Die Botschaft der kija kam deshalb nicht zum Tragen, denn bei den verschieden gestalteten Werbemitteln wurde eine klare Wiedererkennung der kija verhindert.

Spannender Wettbewerb

Auf der Basis des Konzeptes von tfactory wurden österreichweit 10 Grafikdesigner und Ateliers eingeladen, Entwürfe für eine neue Werbe- und Kommunikationslinie einzureichen. Die Einreichungen wurden dann von Jugendlichen geprüft und bewertet, und die Salzburger Grafikdesignerin Angela Huber-Gürtler wurde mit ihren Entwürfen ausgewählt, in Zukunft das Corporate Design der kija zu gestalten. Anfang 2002 waren die ersten Schritte des Relaunch der kija salzburg umgesetzt; neben einem völlig neuen, hippen und zielgruppengerechten Design von Werbemitteln und einer radikalen Umgestaltung der Homepage präsentiert sich die kija ab nun auch mit einem neuen Slogan, der einerseits die Leistung der Organisation ausdrückt (Beratung, Unterstützung, Information und Hilfe) und zugleich eine Aufforderung ausspricht: kija - wir sind für dich da! – Diesen Slogan und andere wichtige Detailanregungen verdanken wir einem Projekt von Studierenden am Institut für Kommunikationswissenschaft, die für  uns auch tolle Anregungen für die kija-Präsentation auf der Berufsinformationsmesse BIM im Herbst 2002 erarbeiteten.

www.kija.at
Im Zuge des kija-Relaunch haben wir auch unsre Homepage völlig neu gestaltet und das Informationsangebot deutlich ausgebaut. So können Jugendliche per E-Mail Kontakt mit dem kija-Team aufnehmen und Fragen stellen, Adressen und Telefonnummern von verschiedenen Beratungseinrichtungen finden, sich über aktuelle Themen informieren oder eine virtuelle Tour durch das kija-Haus machen. Gleichzeitig bietet die Homepage auch die Möglichkeit, online Infomaterial, Plakate, Broschüren  usw. zu bestellen, sich über die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu informieren und das kija-Team kennenzulernen.

kija-Scouts

Am Ende des Projektes war es für uns wichtig, dass wir die wesentlichen Grundlinien des Konzeptes auch laufend umsetzen, damit alle kija-Aktivitäten und kija-Materialien Jugendliche ansprechen und bei unserer Hauptzielgruppe gut ankommen. Daraus entstand die Idee, einen Pool von jugendlichen ExpertInnen zu finden, die uns als kija-Scouts ihre Meinung zu geplanten Projekten und Info-Materialien kundtun. Seit 2002 sind 25 kija-Scouts (12-16 Jahre) im Einsatz. Sie überprüfen das Informationsmaterial und Beratungsangebot der kija auf Kinder- und Jugendfreundlichkeit, bringen ihre Meinungen zu verschiedenen Themen ein und geben uns Hinweise auf jugend-relevante Themen und Probleme. Der Kontakt (Fragestellungen des kija-Teams – Antworten der kija-Scouts) geschieht vorwiegend über Email, da viele kija-Scouts in entlegeneren Bezirken wohnhaft sind. Wir freuen uns, dass uns die kija-Scouts mit ihren Ideen, aber auch mit ihrer Kritik dabei unterstützen, jeweils die richtigen Entscheidungen für die Zielgruppe Jugendliche zu treffen, wenn es darum geht, ein neues kija-Produkt zu gestalten.

Die tfactory dankt der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg für die Veröffentlichung des Artikels "kija-relaunch" im kija "Report_2003"