Die Trendmedien 2010
11.03.10 Jugend und Medien 2010
Das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener von 11 bis 39 Jahren stand in der 16. Welle der MeinungsführerInnenstudie TIMESCOUT, im Rahmen derer 1.200 Personen in ganz Deutschland befragt wurden, im Mittelpunkt des Interesses.
Internet, Fernsehen und Kino sind die beliebtesten Medien
Das Internet bleibt erwartungsgemäß das wichtigste Medium, gleichzeitig stellt dessen Nutzung auch eine der wichtigsten Freizeitaktivitäten dar. 68 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gaben an, sich in ihren Mußestunden häufig mit dem Internet zu beschäftigen. Dementsprechend groß ist auch der Anteil, den das Internet am gesamten Medienbudget einnimmt: 44 Prozent der Zeit, die man mit Medien verbringt, entfallen auf das Internet, 24 Prozent auf das Fernsehen. Hier spielen vor allem die Privatsender eine wichtige Rolle. Pro7 bleibt der mit Abstand beliebteste Sender der jungen Deutschen, gefolgt von RTL und MTV. Das Radio beansprucht noch 12 Prozent, Printmedien 10 Prozent des Medienbudgets. Auf andere Medien, etwa Spielkonsolen oder Mobiltelefone, entfallen die restlichen 11 Prozent. Die gleichzeitige Nutzung unterschiedlicher Medien ist hier längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden, vor allem Internet und Fernsehen werden oft parallel genutzt – 61 Prozent der männlichen und 56 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, diese beiden Medien zumindest manchmal synchron zu nutzen.
facebook ist der Gewinner unter den Online-Communitys
Online Communitys wie facebook oder studiVZ haben sich in den letzten Jahren zu den wichtigsten Nutzungsweisen des Internets entwickelt, besonders die Altersgruppe der 15 bis 24jährigen ist hier besonders aktiv - 84 Prozent von ihnen haben zumindest ein eigenes Profil in einer Community. Zum Vergleich: bei den 30- bis 39jährigen ist es lediglich die Hälfte, die solche Anwendungen aktiv nutzt. facebook konnte seinen Nutzeranteil in den letzten 18 Monaten dabei massiv ausbauen. Während die Plattform im Juni und im Dezember 2008 noch von jeweils etwa 20 Prozent genutzt wurde, waren es im Dezember 2009 bereits über 50 Prozent. In der Gruppe der 11-14jährigen liegt noch schuelerVZ mit facebook auf Augenhöhe, leichte Rückgänge musste studiVZ hinnehmen, verwendeten es im Dezember 2009 noch 38 Prozent, waren es ein Jahr vorher noch 43 Prozent. twitter hingegen stieß zwar in der Öffentlichkeit, nicht zuletzt auf Grund der zunehmenden Aktivitäten von Parteien und Unternehmen in diesem Feld, auf starke Resonanz, in den Nutzerzahlen spiegelt sich diese allerdings nicht wider. Nicht einmal 10 Prozent gaben an, die Plattform zu verwenden.
Print: Totgesagte leben länger
Auch wenn knapp zwei Drittel der Befragten sagen, Tageszeitungen meist nur zu überfliegen, also vor allem auf Bilder und Überschriften zu fokussieren, ist das Printsegment auch in der Zielgruppe der 11-39jährigen noch lange nicht tot. Die 11-14jährigen lesen zwar nur sehr selten Zeitungen oder Magazine, in der Gruppe der 15+ greift aber immer noch ein Drittel häufig oder gelegentlich zu Tageszeitungen und 28 Prozent zu Nachrichtenmagazinen. Special Interest Magazine, zum Beispiel zu Sport- oder Computerthemen, spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Hier ist das Internet die bevorzugte Informationsquelle.
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